Epidemiologie

Häufigkeit (Prävalenz)

Die Eosinophile Ösophagitis ist wahrscheinlich in den 70’er Jahren des letzten Jahrhunderts neu entstanden. Sie wurde erst 1993/94 in den USA und in Europa als eigenständiges Krankheitsbild erkannt und von Stephen Attwood und Alex Straumann unabhängig voneinander beschrieben. In der Folge wurde die Krankheit rasch in Australien und seither in praktisch allen industrialisierten Ländern der Welt dokumentiert.
Die Häufigkeit der EoE nimmt kontinuierlich zu. Grob geschätzt lebt zurzeit in Ländern mit westlichem Lebens-Stil 1 Patient mit diagnostizierter EoE auf 2'500 bis 4'000 Einwohner (Prävalenz = 25 - 40 Patienten pro 100'000 Einwohner). Anschaulicher ausgedrückt findet sich in jedem mittelgrossen Dorf ein Patient. Deutlich höher (ev. sogar deutlich höher) dürfte die Zahl liegen, wenn bisher nicht diagnostizierte Fälle hinzugerechnet werden.
Die EoE kann in praktisch jedem Alter auftreten, beginnt aber meistens zwischen dem 10. und 40. Lebensjahr.

Risikogruppen

Aus genetischen Gründen befällt die EoE vor allem das männliche Geschlecht. 75% der Patienten sind männlichen Geschlechtes.
Ein weiterer Risikofaktor sind Allergien, sind doch 70% Prozent der EoE Patienten sind Allergien (zum Beispiel Asthma, Heuschnupfen, Lebensmittel-Allergien) vorbelastet.

Genetische Faktoren und familiäre Häufung

Eine genetische Veranlagung ist vorhanden. Das erklärt weshalb die EoE in gewissen Familien gehäuft vorkommt.